Der Prinzipalmarkt in Münster mit Himmelsleiter, Dezember 2022
Ein Wochenende in meiner Heimatstadt Münster

Es stand mal wieder der Besuch meiner Eltern in Münster an. Am 2. Adventswochenende war es dann soweit. Diesen Besuch wollte ich unbedingt mit der Innenstadt verbinden in Erwartung der ganz besonderen weihnachtlichen Stimmung.

Es war gegen 18 Uhr und mit großem Glück hatte ich noch einen Parkplatz im Parkhaus Aegidiimarkt gefunden. Oben angekommen ging ich fast in der Menschenmenge unter, denn hier empfing mich einer von vielen Weihnachtsmärkten in Münster. Die sich drehende Weihnachtspyramide gefiel mir besonders gut, doch wo war der Ausgang? Ich konnte nur Schultern sehen. Puh! Endlich gefunden und weiter zum Prinzipalmarkt. Was für eine Überraschung. Eine Himmelsleiter hoch über der Lambertikirche begrüßte mich. Wie passend zur Weihnachtszeit, dachte ich mir. Münster ist immer für eine Überraschung gut. Erst am nächsten Tag im Hotel erfuhr ich, dass es sich bei der Himmelsleiter um eine Installation der Wiener Künstlerin Billi Thanner handelt. Später nachgelesen lernte ich, dass die Leitersprossen für die Tugenden, wie Glaube, Liebe, Achtsamkeit oder Dankbarkeit stehen. Sie soll als Symbol der Hoffnung gesehen werden. Diese Installation ist eine Wanderausstellung, die glücklicherweise über die Weihnachtszeit bis in den März 2023 in Münster verbleibt. Dann „zieht“ sie weiter.

Nun warf ich einen kurzen Blick in den Rathaus Innenhof, wo der nächste Weihnachtsmarkt stattfand. Auch hier dichtes Gedränge. Weiter zum Weihnachtsmarkt an der Lambertikirche. Hier hat man noch einmal von der anderen Richtung einen wunderschönen Blick auf den Prinzipalmarkt. Nach alter Tradition wollte ich einen Glühwein trinken, doch die Warteschlange war mir viel zu lang. Also schlenderte ich von Stand zu Stand und besuchte den nächsten Weihnachtsmarkt am Kiepenkerl. Wie ich hoffte, gab es immer noch den Kiepenkerl Stand mit den Mettendchen an der Schnur, den Köddeln. Die isst oder trinkt man zusammen mit einem Kräuterschnaps, dem Pinkel, nach Anweisung des „Chefs“: Gut zerkauen, bis der Köddel matschig ist und dann mit dem Schnaps auf einen Schluck runter. Nein, ich hatte es nicht probiert, habe aber zwei jungen Männern dabei zugesehen. Die nahmen gleich noch eine zweite Runde. Natürlich kaufte ich gleich 2 Meter Köddel als Mitbringsel für meinen Sohn, der sich riesig freute. Nun endlich einen Glühwein für mich und einen Teller Grünkohl mit Mettendchen und Speck. Lecker.

Schloss Wilkinghege

Durch das Schlendern und Fotografieren verflog die Zeit und ich war schon locker zwei Stunden unterwegs. Es war bitterkalt und ich freute mich auf mein warmes Zimmer im Hotel. Dieses Mal übernachtete ich im Schloss Wilkinghege, ursprünglich eine Wasserburg aus dem Jahre 1311. Ich kannte das Schloss von Familienfeiern aus meiner Kindheit und Jugend sowie von Spaziergängen. Auch der Golfclub Wilkinghege kam mir in Erinnerung, der sich direkt hinter dem Schloss befindet. Ich wusste also, dass man hier Feste in wunderschönen Räumen genießen kann, übrigens mit hervorragender Küche, und nun war ich erstmalig Hotelgast. Eine interessante neue Erfahrung und ich war mehr als zufrieden. Das Zimmer war schön eingerichtet, das Bad modern, das Personal freundlich und hilfsbereit und das Frühstücksbuffet ließ keine Wünsche offen. Hier ist der Gast König. Zudem liegt es nur zehn Autominuten vom Zentrum Münsters entfernt. Perfekt.

Münster ist immer einen Besuch wert. Egal zu welcher Jahreszeit. Nicht nur die Stadt mit ihrem wunderschönen Zentrum, dem Prinzipalmarkt, sondern auch den Aasee, Münsters grüne Lunge, solltet Ihr nicht verpassen. Er liegt nur 15 Minuten zu Fuß vom Zentrum entfernt und lädt zum Spaziergang, Boot fahren, segeln oder zu einem Restaurantbesuch ein.

Das Münsterland ist auch bekannt für die Pättkestouren. Pättkes ist Münsterländer Platt und bedeutet kleine Pfade. Per Pedes kann man tolle Fahrradtouren unternehmen, zum Beispiel von Wasserschloss zu Wasserschloss.

Ich wünsche Euch jetzt schon einen unvergesslichen Aufenthalt in meiner Heimat.

10 Kommentare
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